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Homöopathie in der gesetzlichen Krankenversicherung

März 2016

Homöopathie in der gesetzlichen Krankenversicherung

Der Gesundheitsmonitor 2014 zur Bürgerorientierung im Gesundheitswesen zeigt die Zufriedenheit der Patienten mit homöopathischer Behandlung auf.

Gemeinsam mit der Barmer GEK hat die Bertelsmann-Stiftung im Gesundheitsmonitor 2014 die Wirksamkeit der Homöopathie aus Sicht der Patienten anhand einer umfassenden Befragung analysiert.

Es handelt sich hierbei um eine umfassende Befragung von Versicherten der Barmer GEK, die entsprechend des Leistungsangebots der Barmer GEK einer der folgenden drei Gruppen angehören:

1) Versicherte mit Homöopathie als Grundversorgungsstrategie (homöopathischer Hausarztvertrag)

2) Versicherte, die bei Bedarf gezielt Ärzte aufsuchen, die bestimmte homöopathische Leistungen anbieten

3) Versicherte, die keine homöopathischen Leistungen im Rahmen der GKV in Anspruch nehmen

Aus Gruppe 1 und 2 wurden jeweils 1.980 Versicherte angeschrieben, aus Gruppe 3 doppelt so viele (2.970), da hier mit einer niedrigeren Antwortbereitschaft aufgrund geringerer Betroffenheit gerechnet wurde.

Der Rücklauf lag bei 39% in Gruppe 1, 27% in Gruppe 2 und 20% in Gruppe 3. Trotz der ausreichend großen Stichprobe ist die Umfrage dennoch nicht ganz repräsentativ, da der überwiegende Teil der Befragten in Gruppe 1 und 2 Frauen sind (jeweils über 80%). Ein Ergebniss das sich mit meinen Erfahrungen deckt, sind es doch zumeist die Frauen, die sich eher auf die Homöopathie einlassen und weniger Probleme darin sehen, dass sich die Homöopathie mit unserem aktuellen medizinisch-wissenschaftlichen Paradigma und dem System der klinischen Studien schwer fassen und beweisen lässt.

Die mit Sicherheit relevanteste Aussage der Untersuchung findet sich auf Seite 201-202 und bezieht sich auf die Gesamtbewertung des Behandlungserfolges: Hier gaben mehr als 80% der Befragten an, dass "sich Allgemeinbefinden, seelische Verfassung und die körperlichen Beschwerden durch die homöopathische Behandlung etwas oder deutlich verbessert" haben.

Interessant ist auch das Ergebniss, dass eine kritische Haltung gegenüber der Homöopathie anscheinend eher selten darin begründet liegt, dass die Versicherten die Argumente der Homöopathiegegner kennen. So zeigt die Befragung, dass sich die Mehrheit der Versicherten aus
Gruppe 3 mit der Homöopathie scheinbar gar nicht oder nur oberflächlich beschätigt haben. Dazu passt auch, dass aus Gruppe 1 und 2 zwar über die Hälfte der Befragten den wissenschaftlichen Streit kennt, aber dennoch mehr als 80 Prozent dieser Befragten an die Wirksamkeit
der Homöopathie glauben. Oder wie es der Bericht formuliert: "Man könnte sagen, die meisten dieser Teilnehmer sind trotz der wissenschaftlichen Kritik an der Homöopathie von der Wirksamkeit dieser Therapieform überzeugt."

Wer sich den Bericht selber anschauen möchte oder an weiteren Zahlen und Werten der Befragung interessiert ist, finden das ganze Dokument hier:

 zum Originalbericht "Gesundheitsmonitor 2014"

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