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Homöopathie für Kinder

Oktober 2009

Homöopathie für Kinder

Einleitung aus dem Buch "Homöopathie und die Gesunderhaltung von Kindern und Jugendlichen" als Leseprobe hier einsehbar.

I. Einleitung

Warum ein neues Kinderbuch zu dem Thema Homöopathie? Gibt es nicht bereits eine ganze Reihe guter Veröffentlichungen zu dieser besonderen Therapierichtung? Es kommt hinzu, dass ich meinen Arbeitsschwerpunkt in der Gynäkologie und Geburtshilfe habe. Warum sollte ich mich nun auch zu der Entwicklungsbegleitung von Kindern äußern?

Mit den Büchern „Ganzheitliches Wohlbefinden – Homöopathie für Frauen” (erschienen im Herder-Verlag, Freiburg) und dem Fachbuch für Hebammen und Geburtshelfer „Homöopathie unter der Geburt“ (erschienen im Sprangsrade-Verlag, Ascheberg) zeige ich die vielfältigen homöopathischen   Begleitungsmöglichkeiten in Schwangerschaft   und unter der Geburt auf.  Diese Vorteile sollen nicht aufhören!  Die Fortsetzung dieser Arbeit fasse ich nun in diesem vorliegenden ‘Kinder- und Jugendbuch“ zusammen.

Stets sind die Ansprüche der heutigen konventionellen Medizin im Weg, die sich ohne Krankheitsanlaß in die Zeit der Lebensentstehung einmischt. Schwangerschaft und Geburt sind nicht zwangsläufig krankhafte Zustände. Die betroffenen Frauen und werdenden Mütter bekommen aber heute durchaus diesen Eindruck vermittelt.  Sie sollen sich in die „Sicherheit“ eines Spezialisten begeben, der dann einen „Pass“ ausstellt und sofort Medikamente (z.B.  Folsäure und Jodtabletten, später Magnesium und Eisen) verordnet. Alles Weitere scheint dann vorbestimmt zu sein: die nächsten Untersuchungstermine, die Anwendungen von Ultraschall, die Missbildungsdiagnostik, diverse Blutuntersuchungen, Herztonaufzeichnungen (CTG) und schließlich die Einweisung in ein „krankes Haus“. Dann spätestens überkommt die meisten Gebärenden ein mulmiges Gefühl, ob sie nicht doch etwas mehr ihre eigenen Wünsche hätten betonen sollen.

Aber nun ist es für viele zu spät: Das Geburtsschema lässt nicht viel Spielraum für Selbständigkeit. Infusionsschläuche und Kabel am Bauch blockieren die Beweglichkeit. Der beginnende Wehenschmerz fällt in eine gestresste Klinikatmosphäre, wird unerträglich und umgehend mit kompletter Betäubung ausgeschaltet. Nun ist die vollständige Passivität der Gebärenden erreicht.  Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sie ihr Kind nicht ohne weitere Medikamente und Fremdhilfe auf die Welt bekommen. Wehenmittel, Saugglocke, Zange, Scheideneinschnitte und immer häufiger zuletzt der Kaiserschnitt sind die Folgen! Wenn man die Notwendigkeit einer Baucheröffnung als Geburtsweg des Kindes vertretbar und eng mit unter 10% ansetzt, dann sollten bei Schwangeren die Alarmglocken läuten angesichts von Kaiserschnittraten ansteigend über 30% in renommierten Kliniken der heutigen Wohlstandsländer. Streng genommen sollten die Spezialisten nur für die Hochrisikoschwangeren zuständig sein, von denen es großzügig betrachtet nicht mehr als 20% gäbe. Mit dem Rückgang der Geburtenzahlen schrumpfte natürlich das Klientel und neue Strategien der Patientenanbindung wurden ausgedacht.

Es geht auch anders: Eine Schwangere kann sich eine Hebamme ihres Vertrauens suchen und nach Verabredung die eine oder andere Untersuchung bei Spezialisten durchführen lassen. Sie plant ihre Geburt bei sich zu Hause oder im von Hebammen geleiteten Geburtshaus oder verabredet eine Begleitung ihrer Vertrauenshebamme für eine ambulante Geburt im Kreißsaal ihrer Wahl. Dann werden der Arzneikonsum, die Geburtsdauer und die Gefahr von Schnittendbindungen drastisch sinken.  Der Start in das Leben wird nicht nur selbstbestimmter, er wird Mutter und Kind besser glücken.

Ich habe nicht den „Facharzt für Gynäkologie“ angestrebt, habe mich als Allgemeinarzt niedergelassen und begleite Schwangere, wie es früher viele praktische Ärzte getan haben. Das erfordert die Homöopathie als ganzheitliche Therapie. Über 10 Jahre bin ich zu jeder Hausgeburt der von mir Betreuten gefahren, bis es die Kräfte nicht mehr zuließ.  Und von Beginn an wurden mir die Kinder zu den Untersuchungen vorgestellt. Seit

über 20 Jahren begleite ich die Entwicklung von Leben von der Empfängnis an und bis in die Volljährigkeit. Alle zeitgemäßen Störungen und Strömungen kommen für das Kind, für die Eltern und für mich als den

„Hausarzt“ zur Sprache und erfordern eine Einstellung, Haltung und Entscheidung.  Diese Erfahrungen haben mich geprägt, mich zu Kompetenz und kritischer Beurteilung für das Hilfreiche und für das Schädigende geführt. Das soll in diesem Werk allen Interessierten zugängig gemacht werden.

Das führende Anliegen meiner Arbeit ist die Optimierung der individuellen Möglichkeiten, das Leben zu meistern.  Die Gesundheit als dynamischer Prozess soll gestärkt, das Krankmachende erkannt und ausgesondert oder abgestellt werden.  Krankheiten fallen nicht vom ‘Himmel”, sondern entstehen überwiegend aus einem individuellen Kontext, sind Teil der Entwicklung und in Grenzen nutzbar. Es gibt aber auch unzumutbare Erkrankungen, die in einem gesellschaftlichen Zusammenhang zu verstehen   sind und früh   mit einem Lebenskonzept verhindert werden müssen.  Diese Hinweise möchte ich geben, werde mich aber mit den Raritäten von Schwersterkrankungen in diesem Buch nicht beschäftigen.

Ich habe nicht die Jahre der Ausbildung in Kinderkliniken verbracht, bin nicht traumatisiert von schrecklichen Bildern schwerstkranker Kleinkinder. Sehr wohl habe ich aber gesehen, wie perfekt hier und heute unter den Bedingungen von Wohlstand, Friedenszeit, Vollernährung und Informationsmöglichkeiten Kinder   vom Lebensbeginn an gesund erhalten werden können!

Und ich habe weiterhin erkennen können, wie verhängnisvoll die Angst im Menschen wirkt, wie anders Schwangerschaften und Geburten dann verlaufen.  Ich beklage heute sehr, wie gezielt und unverantwortlich von Medien und auch von der konventionellen Medizin bereits den Schwangeren und anschließend den Eltern Angst angetragen, geweckt und ständig aufrechterhalten wird! Angst ist der schlechteste Pädagoge! Angst verunsichert, behindert, macht abhängig und gefügig für Sicherheitsversprechen. Angst kann aber auch als Herausforderung gesehen werden, diese nicht zuzulassen, zu bewältigen und Stärke in der Überwindung zu gewinnen. Diesen letzteren Weg unterstütze ich gezielt! Durch das behutsame „Mutmachen”, von der Empfängnis an Vertrauen zu finden, sich einzulassen und Leben zu „wagen”, kann Schritt für Schritt aus ersten zumutbaren Aufgaben und ihren Bewältigungen immer mehr möglich werden.  So wachsen starke Persönlichkeiten heran.  Leben ist nicht ohne Risiko zu

„haben”, aber eine früh geforderte selbsterfahrene Persönlichkeit ist in Zukunft in der geringsten Gefahr, bei Kontakt mit Krankheiten die zu befürchtenden unzumutbaren Komplikationen zu erleiden. Diese Aufgabe ist lebensimmanent zu sehen und hört nicht mit der Geburt auf.

Im Rückblick und heute wie auch in Zukunft möchte ich die Homöopathie in dieser Begleitung nicht missen. In erster Linie geht es für die Eltern   um die Erhaltung und die Behütung   des eigenen Weges. Verlangt es in heutiger Zeit doch Mut und einige Stärke, von den vorgezeichneten Pfaden abzuweichen. Es sind der Wunsch nach der eigenen Gestaltung, die Entschlossenheit zu eigenen Lösungen und der vordergründige Verzicht auf die konventionellen Angebote, die zu der Homöopathie führen.  Die mit der Hilfe der passenden homöopathischen Arznei mögliche individuelle Lösung von körperlichen und seelischen Problemen wird gesucht und erfahren. Es liegt auf der Hand, dass dieser eigenwillige Weg nicht kompatibel ist mit Behandlungsschemata, mit Routineverordnungen, mit Impfkalendern und Gleichmacherei!

Andererseits ist die gesundheitliche Zukunft unserer Kinder alles andere als rosig: Mehr als jedes zweite Kind wird zum Allergiker, bis zu der Einschulung ist bei jedem dritten Kind mit Neurodermitis, bei jedem 10. Kind mit Asthma bronchiale zu rechnen. Ungebremst und dynamisch nehmen diese Zahlen zu. Jedes 5. Kind wird überaktiv, konzentrations-schwach, koordinationsgestört und sozial auffällig. Jedes 5. Kind wird mit Übergewicht und seinen Folgen beschäftigt   sein. Im späteren   Leben drohen   Autoimmunkrankheiten, Rheuma, Bluthochdruck, der Herzinfarkt und laut WHO ab 2030 als häufigste zu erwartende Todesursache die Krebserkrankung. Jugendliche sind in zunehmendem Maße bedroht von Suchtkrankheiten, Depressionen und Selbstmord. Hier sind neue Strategien und Weichenstellungen früh im Leben gefragt. Jedem Mediziner sollte bekannt sein, dass Vorbeugung bereits in der Schwangerschaft beginnen muss. In Hinblick auf die zeitgemäßen Störungen der Zukunft ist jedoch Untätigkeit auf breiter Front zu beobachten.

Man mag es kaum aussprechen: Aber für alle oben genannten Zukunfts- Krankheiten unserer Kinder gibt es kein Wissen über die Ursachen! Daher kann es auch keine entschiedenen Maßnahmen geben. Nur, wenn alles so weiterläuft, kann jeder sich ausrechnen, wann und wie sehr er Patient der konventionellen Medizin wird!

Es gibt andere Wege, man muss sie nur wollen!

 

Besonderheiten dieses Buches

Zur Vereinfachung wähle ich in diesem Buch einheitlich für Mädchen und Jungen wie auch für Therapeutinnen und Therapeuten die männliche Ansprache wie „der Behandler“, „der Patient“ oder „der Jugendliche“, um die Leserin und den Leser nicht stets mit umständlichen Berücksichtigungen beider Geschlechter im Text und Lesefluss zu behindern.  Daraus soll mir keinerlei Parteinahme unterstellt werden!

Nach einer Einführung in die Grundlagen der Homöopathie zeige ich das Konzept der chronischen Krankheiten auf, begründe danach die kritische Einstellung zu den Impfungen, um anschließend die Grundlagen für den Umgang mit dem Fieber als bedeutende Chance in der Kindesentwicklung darzulegen.  Es schließen sich die Ausführungen über die bekannten Kinderkrankheiten an, die durch die Impfstrategien zurückgedrängt werden sollen.

Einen begrenzten Einblick in die Notfallbehandlung mit homöopathischen Arzneien gebe ich mit einer Fallbeschreibung. Es folgt eine knappe

Übersicht über die Entwicklungsphasen der Kindheit und Jugend. Danach eröffne ich den konkreten homöopathischen Therapieteil, der auf die alltäglichen Nöte von Kindern und Jugendlichen eingeht. Zentrale Themen sind die Einsatzmöglichkeiten im allergischen Formenkreis wie dem Milchschorf, der Neurodermitis, dem Heuschnupfen und dem Asthma bronchiale.  Weiter orientiere ich meine Darstellung schwerpunktmäßig an den häufigsten Klagen in der Praxis, das sind die Ohrschmerzen, der Schnupfen, der Husten, die Bauchschmerzen und die Kopfschmerzen. Ich zeige den Arbeitsweg   von dem geklagten Symptom zu der homöopathischen Arznei auf: Es werden kurze Hinweise zu der Sichtweise der Störung, schulmedizinische Behandlungen und   deren   Kritik und   allgemeine Maßnahmen ergänzt.  Vor der Beschreibung der Besonderheiten der homöopathischen Einzelmittel stehen Rubrikensammlungen syndrombezogener Symptome mit Arzneihinweisen. Meine weiteren Ausführungen schließen Sichtweisen, Stellungnahmen und Lösungsmöglichkeiten zu Themen wie Ernährung, Sexualität, Hyperaktivität, Suchtdisposition und Wesensveränderungen ein.

Manche Grundgedanken, Themen und Zusammenhänge werden mehrfach wiederholt. Das ist durchaus beabsichtigt, wenn es von Bedeutung für das Entstehen verschiedener Krankheiten ist. Wiederholt wird von dem intensiven Eindruck berichtet, dass die Kinderimpfungen für eine Vielzahl hier erwähnter Erkrankungen verantwortlich sein können.  Solch ein Werk wie das vorliegende, mit über 800 Seiten, führt manche Leser nur zu dem Lesen ausgewählter Abschnitte. Daher werden Kapitel für Kapitel die zeitgemäßen Krankheiten und ihre jeweiligen Hintergründe durchgenommen.

Aus der Fülle der Informationen, die den „Anstrich“ meiner Sichtweise und meiner Praxis-  und Lebenserfahrung erhalten haben, können sich Eltern, Jugendliche und alle mit der Kindheit und Jugend mitwirkenden Therapeuten bedienen.  Die homöopathische Behandlung unterstützt die Selbstheilung, und für die Begleiter stellt sich die Aufgabe, sich um die umgebenden Bedingungen   des ‘Reagierens”, um den Schutz für den Kranken   kümmern zu müssen.  Das richtet sich oft genug gegen die Ansprüche der Schulmedizin, der Eltern, der Schule, der Wirtschaft und der mit ihr verflochtenen Politik.  Was heute allgemein als „normal“ für Kinder und Jugendliche angesehen wird, ist bei meiner Analyse, die sich am natürlichen Potential des reagierenden Menschen orientiert häufig als bereits „krank“ erkannt worden. Das spürt der Leser, wenn er an manchen Stellen den Eindruck gewinnt, dass hier vermeintlich ‘antike” und ‘unzeitgemäße“   Positionen bezogen   werden, dass manche   Empfehlung „unrealistisch“ oder gar „utopisch“ sei.

Ich meine dagegen, dass die „natürliche Normalität“ heute schon Modernität ist und zur Lebenschance des Individuums in einer „kranken Realität” wird! Es ist das Aufbäumen gegen die Genmanipulation, gegen die künstliche Befruchtung, gegen die Laborschwangerschaft, gegen den Wunschkaiserschnitt, gegen den Arzneischematismus, gegen den „Impfkommunismus“, gegen die Eltern-Kind-Trennung, gegen die Verstümmelung der kindlichen Erlebniswelt, gegen die Suchtgefährdungen und gegen die Depressionen! Man muss keinesfalls davon ausgehen, dass das heute erreichbare hohe Lebensalter am Ende mit Behinderung, Demenz oder Krebs verbunden ist, aber man sollte sich nichts vormachen:  Die Weichen für diese Entwicklung werden am Lebensanfang gestellt!

 

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