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Die Tetanusimpfung

Januar 2012

Die Tetanusimpfung

Auszug aus dem Buch "Die Impfentscheidung" - eine kritische Betrachtung der Tetanusimpfung.

(3) Tetanus, der Wundstarrkrampf

Diese Impfung ist heute die populärste und die am häufigsten aufgedrängt wird. Das Selbstverständnis: „Wunde gleich Tetanusimpfung“ sitzt tief, so tief, dass sogar jüngere unerfahrene Ärzte Verletzten in Unfallambulanzen erzählen, dass die Ablehnung einer Tetanusimpfung unweigerlich den Tod nach sich ziehen würde. Dann ist meistens gemeint, dass im Falle eines Tetanus der Tod zwangsläufig eintrete. Diese Schreckensaussichten schüchtern gewaltig ein.

Tetanus soll durch Gifte (Toxine) anaerober Bakterien (Erreger, die unter Sauerstoffmangel gedeihen), die sich nach Verletzung in Wundtaschen ansiedeln, ausgelöst werden. Unwissende erfahren nicht, dass Tetanus auch ohne Wunden, ohne das Eindringen dieser Bakterien von außen vorkommt (27). Außerdem ist unbekannt, wie die Toxine freigesetzt werden. Bekannt ist nur, was das Auftreten von Tetanus begünstigt:  
  
    • Durchblutungsstörungen,
    • Luftabschluss der Wunde,
    • Gewebetrümmer,
    • Schockgeschehen,
    • Immunschwäche
    • saurer Gewebe pH wie bei Entzündungen
    • Neugeborene (Nabel), alte Menschen
    • alleinige Tetanusaktivimpfung

Die Tetanuserreger gehören einer Bakterienklasse (Clostridien) an, die für die Abräumung von Gewebetrümmer zuständig sind. Sie können in Dauerformen als Sporen lange außerhalb des Menschen überleben und sich im Bedarfsfalle sofort entwickeln. Die als Tetanusgifte bezeichneten Toxine treten im traumatisierten Gewebe auf, zerstören Blutzellen und verkrampfen als Nervengifte Willkürmuskeln am Ort des Geschehens oder generalisiert. In 1-2% der generalisierten Fälle kommt es trotz intensiver medizinischer Betreuung zum Tod durch Lungenlähmung. Im höheren Alter steigt diese Rate bis auf maximal 30% an (28). Die eigentlichen Risiken liegen in der ersten Woche nach der Geburt, der Nabeltetanus, der durch strikte Reinhaltung leicht verhindert werden kann, und im höheren Alter. In einem gesunden gut durchbluteten Gewebe können sich Tetanussporen praktisch nicht vermehren (29). Daher ist der Tetanus bei Kindern und Jugendlichen eine absolute Rarität. Das Erkrankungsrisiko für Tetanus liegt in den Wohlstandsländern bei 1 Fall auf 4-8 Millionen Menschen im höheren Alter. Im Kinder und Jugendalter tendiert das reale Tetanus-Risiko praktisch gegen Null, kommt bei guter Versorgung, Wundhygiene und Wundschutz praktisch nicht vor.

Die Tetanusimpfung wird hergestellt, indem man die Erreger in einem Medium bei 38-40 Grad über 6-8 Wochen bebrütet und eine Toxinfreisetzung annimmt. Durch chemische Zusätze werden die Erreger zerstört und das angenommene Toxin „entgiftet“, dann heißt es Toxoid.­ Anschließend wird ein „Aluminium-Adjuvans“ zugesetzt (30). Dieser Vorgang ist sonderbar, denn Toxine sind für Immunisierungsvorgänge ungeeignet. Normalerweise kann das Immunsystem gegen Gifte keine Antikörper bilden, sondern diese benötigen ein Antitoxin wie bei Schlangengiften. Durch die Zugabe von Adjuvanzien sollen hier nach Darstellung der Herstellerfirmen Immunreaktionen intensiviert werden. Aber was schützt hier später?

Die Tetanus-Aktivimpfung mit dem Toxoid löst messbare Antikörperbildung im Blut aus. Was da im Menschen geschieht und im Labor gemessen wird, ist aber nicht geklärt und nicht gleichbedeutend mit Schutz vor Tetanus! Interessanterweise lassen sich bei ungeimpften Menschen in Afrika die gleichen Antikörper finden (7). Diese untersuchten afrikanischen Kinder waren nie geimpft worden und hatten keinen Tetanus durchgemacht. Weiterhin ist bekannt, dass ein durchgestandener Tetanus keine Immunität, keinen Schutz hinterlässt und daher jederzeit wiederkommen kann. Wie kühn ist dann die Behauptung, dass die Impfung schützen könne? Die häufige Impffrequenz von alle 5-10 Jahre ein Leben lang weist eher darauf hin, dass die Impfung keine Qualität hat. Tritt dennoch ein seltener Tetanusfall auf, so war dieser Mensch meistens zuvor geimpft, nur, so die Behauptung, nicht häufig genug.

Schließlich kann noch aktive Hilfe für die Wunde angeboten werden, einmal mit der Wundreinigung (bluten lassen, spülen) und mit der Verhinderung von Entzündungen (Ruhigstellen, Hochlagern, homöopathische Arzneihilfe). Darüber gibt die Folgebroschüre „Nicht impfen - was dann?“ Auskunft (15). 200 Jahre Homöopathie-Erfahrung legen nahe, in jeder Haus- und Reiseapotheke die fünf wichtigsten Akutmittel (Aconitum, Arnika, Hypericum, Ledum, Cantharis in der C 30-Potenz) als wirksame Hilfe zur Reduzierung der Wundentzündung mitzuführen und ein geeignetes sofort zu verabreichen.

Die Tetanusimpfung wird heute zu häufig durchgeführt. Nach jeder Verletzung haben Sie praktisch 48 Stunden Zeit, um zu überlegen, wie sie sich verhalten wollen, denn die vermutete Toxinentwicklung droht frühestens ab 3. Tag bis zu 3 Wochen. Daher können Sie sich aus der Konfrontation während der Wundversorgung mit dem Hinweis entziehen, dass Sie diese Frage mit „Ihrem Vertrauensarzt“ klären werden, oder wenn Sie sich entschieden haben, dann sagen Sie doch einfach, dass bei Ihnen alles in Ordnung sei, um sich einer lästigen Diskussion und Repression zu entziehen.

Die Möglichkeit einer sogenannten „Passivimpfung“, die Gabe von „Schutzantikörpern“, sollte gut überlegt sein: Die Herstellung dieser Passiv-Impfung erfolgt durch eine Hyperimmunisierung mehrfach aktiv mit Tetanusimpfung überimpfter freiwilliger Personen, aus deren Blut „spezifische Antikörper“, Immunglobuline, gewonnen wurden. Wenn aber auf ein Toxin oder Toxoid von Tetanus keine Antikörper gebildet werden können, muss man sich fragen, was denn hier bezweckt werden soll? Man wende sich eher der Säuberung, der gründlichen Versorgung und der Ruhigstellung der Wunde zu, als dass man sich mit diesen suspekten Injektionen weiteren Schwächungen ausliefert.
Die Tetanusimpfung hat keine soziale Bedeutung, ist allein eine individuelle Angelegenheit, sollte daher in der Entscheidungsbefugnis jedes einzelnen bleiben. In jedem Falle kann diese Impfung bis zur Volljährigkeit und Selbstentscheidung bei Kindern und Jugendlichen unterbleiben. Bei den vielen Ungereimtheiten dieser Impfkonzeption sehe ich keine plausible Grundlage, diese Impfung überhaupt weiter zu verwenden.

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